Take action, couch potatoes!

Low Carb

Bei der Low-Carb-Diät (aus dem Englischen "low carbohydrate", also "wenig Kohlenhydrate") handelt es sich um ein Ernährungskonzept, bei dem die Zufuhr von Kohlenhydraten stark reduziert wird. Während bei einer herkömmlichen Ernährung Kohlenhydrate die Hauptenergiequelle des Körpers sind, wird bei der Low-Carb-Diät der Stoffwechsel dazu angeregt, stattdessen auf Fettreserven als primäre Energiequelle zurückzugreifen. Dies fördert vor allem die Gewichtsabnahme und stabilisiert den Blutzuckerspiegel. Der genaue Anteil an Kohlenhydraten variiert je nach Form der Diät, liegt aber typischerweise zwischen 20 und 150 Gramm pro Tag.

Erlaubte und verbotene Lebensmittel

Erlaubt sind: 

  • Eiweißreiche Lebensmittel tierischen Ursprungs: Fleisch, Fisch, Eier, Käse, Quark, Naturjoghurt

  • Gesunde Fette: Olivenöl kaltgepresst, Kokosöl, Nüsse, Samen, Butter, Schweineschmalz, Rindertalg,

  • Kohlenhydratarmes Gemüse: Blattsalate, Brokkoli, Blumenkohl, Zucchini, Spargel, Paprika

  • Bestimmte Obstsorten: Avocado, Beeren, Zitrusfrüchte

  • Getränke: Wasser, ungesüßter Tee und Kaffee

Gemieden oder stark reduziert werden:

  • Getreideprodukte: Brot, Nudeln, Reis, Mais, Müsli, Haferflocken

  • Stärkehaltiges Gemüse: Kartoffeln, Süßkartoffeln

  • Zucker und Süßigkeiten: Zucker, Honig, Süßigkeiten, Softdrinks

  • Bestimmte Obstsorten: Bananen, Trauben, Trockenobst

  • Fertigprodukte: Oft versteckter Zucker und andere Kohlenhydrate


Die Ernährungspyramide der DGE

Die klassische Ernährungspyramide gilt bis heute als Fundament „gesunder Ernährung“: viel Getreide, wenig Fett, tierische Lebensmittel eher sparsam – so wurde es Generationen beigebracht. Diese Empfehlungen haben mit moderner Ernährungswissenschaft nur noch wenig zu tun. Viele der offiziellen Leitlinien basieren auf Daten, Hypothesen und Studienlagen aus den 1970er- bis 1990er-Jahren. Seitdem hat sich unser Verständnis von Stoffwechsel, Entzündungsprozessen, Hormonen, Mitochondrien, Insulinregulation und Zellbiologie grundlegend verändert – die Empfehlungen jedoch kaum. Hinzu kommt ein weiterer, unbequemer Faktor: Ernährungsempfehlungen sind selten frei von Interessen. Offizielle Ernährungsinstitute – auch in Europa und Deutschland – stehen seit Jahrzehnten unter dem Einfluss wirtschaftlicher, landwirtschaftlicher und industrieller Lobbygruppen. Das führt zwangsläufig zu Kompromissen, Vereinfachungen und Botschaften, die politisch tragfähig sind, aber freundlich formuliert, "biologisch oft fragwürdig". Diese Ernährungspyramide der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) entspricht den Ansprüchen an eine Low-Carb-Diät nur in sehr begrenztem Maß; die Prinzipien beider Ernährungsansätze sind fundamental unterschiedlich.